Paarcoaching · München

Wenn jedes Gespräch an derselben Stelle kippt.

Die wenigsten Konflikte drehen sich um das, worüber gestritten wird. Darunter liegt ein Muster, das ihr beide bedient, ohne es zu wollen. Systemisches Paarcoaching macht es sichtbar – und damit veränderbar.

Gemeinsam oder zunächst allein.

Praxis München-Altbogenhausen · online · vertraulich

Unverbindliches Erstgespräch

Kostenlos. Vertraulich. Ohne Verpflichtung.

Anlass

Wann ein strukturiertes Gespräch hilft

Nicht jede schwierige Phase braucht externe Begleitung. Manche Situationen ordnen sich von selbst. Es gibt aber Konstellationen, in denen ein neutraler, strukturierter Gesprächsraum mehr bewegt als jedes weitere Gespräch zu Hause.

  • Wenn dieselben Konflikte immer wieder an derselben Stelle entstehen
  • Wenn aus kleinen Themen immer wieder große Konflikte werden
  • Wenn Nähe und Distanz aus dem Gleichgewicht geraten sind
  • Wenn ein Übergang die Beziehung verändert: Familiengründung, leeres Nest, beruflicher Wandel, Pensionierung
  • Wenn ein Partner darüber nachdenkt, ob es so weitergehen kann
  • Wenn nach einem Vertrauensbruch wieder ein Gespräch möglich werden soll
Arbeitsweise

Worum es im Paarcoaching geht

Im Vordergrund steht nicht das Setting, sondern das, worum es zwischen euch wirklich geht. Drei Perspektiven, die in fast jedem Paarcoaching strukturell etwas öffnen.

Muster sichtbar machen

Welche Schleifen wiederholen sich? Welche Themen werden immer wieder zum Konflikt? Was passiert genau, bevor sich etwas verhärtet? Bevor ein Muster sich verändern kann, muss es benannt sein.

Gegenseitige Wahrnehmung sortieren

Was nimmst du wahr – was nimmt dein Partner wahr? Wo decken sich die Wahrnehmungen, wo nicht? Viele Konflikte entstehen aus nicht ausgesprochenen Annahmen darüber, was der andere denkt, fühlt oder beabsichtigt.

Verantwortung statt Schuld

Wer trägt welchen Anteil an der aktuellen Dynamik? Nicht im Sinne von Schuld, sondern im Sinne von strukturellem Beitrag. Solange jeder den eigenen Anteil sieht, lässt sich etwas verändern.

Was sich durch diese Arbeit häufig verändert, ist nicht die Beziehung an sich – sondern die Gesprächsfähigkeit darüber. Konflikte werden präziser benennbar, der eigene Anteil wird anders verstehbar, schwierige Themen werden besprechbar. Entscheidungen werden tragfähiger – auch die Entscheidung, einen gemeinsamen Weg fortzusetzen oder respektvoll zu beenden.

Aus der Praxis

Wenn zwei Selbstverständlichkeiten aufeinandertreffen

Ein Beispiel aus der Arbeit, anonymisiert und in den Details verändert.

Ein Paar kam mit einem wiederkehrenden Konflikt, der sich an immer neuen Anlässen entzündete: an gemeinsamen Plänen, an der Frage, wie viel Zeit jeder für sich beansprucht, an der Selbstverständlichkeit, mit der der eine Nähe suchte und der andere Rückzug brauchte. Für den einen fehlte Verbundenheit, für den anderen fehlte Raum. Beide hatten das Gefühl, sich ständig rechtfertigen zu müssen, und keiner hatte den Eindruck, beim anderen wirklich anzukommen.

Mit der Zeit verschob sich der Ton. Aus einzelnen Reibungspunkten wurde ein Grundmuster, in dem jeder die Reaktion des anderen schon zu kennen glaubte. Der eine erlebte sich als der, der immer um Nähe werben muss; der andere als der, der sich ständig abgrenzen muss, um nicht vereinnahmt zu werden. Je öfter sich das wiederholte, desto mehr wurde aus einem Unterschied ein Vorwurf.

Im Coaching wurde eine Ebene unter dem sichtbaren Streit sichtbar. Beide trugen, ohne es je so benannt zu haben, unterschiedliche Vorstellungen davon in die Beziehung, was Nähe, Verbindlichkeit und Eigenständigkeit bedeuten – Vorstellungen aus den Familien, in denen sie groß geworden waren. Was der eine als selbstverständliche Verbundenheit kannte, war für den anderen ein Verlust an Eigenraum, und umgekehrt. Der Konflikt verlief damit nicht zwischen zu viel und zu wenig, sondern zwischen zwei unausgesprochenen Selbstverständlichkeiten.

Sichtbar wurde damit auch, dass keiner von beiden im Unrecht war und dass es nichts zu korrigieren gab. Es ging nicht darum, wer sich ändern muss, sondern um eine gemeinsame Frage: Nach welchen Regeln wollen wir als dieses Paar leben – statt jeder nach den Regeln, die wir mitgebracht haben? Diese Unterscheidung zwischen Herkunft und eigener Beziehung hatte vorher gefehlt.

Sobald beide ihre unterschiedlichen Prägungen als das sehen konnten, was sie waren, veränderte sich der Umgang miteinander – weniger Verteidigung, mehr Verständigung. Sie konnten aushandeln, was Nähe und Raum für sie gemeinsam bedeuten sollen, ohne dass einer seine Herkunft verleugnen muss. Die Unterschiede verschwanden nicht, aber sie waren nicht länger ein Vorwurf, sondern ein Thema, das sie gemeinsam gestalten konnten.

Setting

Wie wir arbeiten

Im Paarcoaching steht das Gespräch im Vordergrund, nicht das Setting. Es gibt aber Wahlmöglichkeiten – je nachdem, was zur Situation passt.

Gemeinsame Sitzungen

Der Standardfall. Beide Partner sind anwesend, beide haben Raum, beide werden gehört. Eine Sitzung dauert 60 Minuten und ist strukturiert, aber nicht überregiert. Keine Übungen, keine Rollenspiele, keine Hausaufgaben.

Einzelsitzungen vorab oder ergänzend

Manchmal ist es realistischer, eine Beziehungssituation zuerst alleine zu sortieren – bevor das Gespräch zu zweit möglich ist. Wir können mit Einzelsitzungen beginnen und später gemeinsam weiterarbeiten. Auch parallel zu gemeinsamen Sitzungen sind einzelne Termine möglich.

Praxis oder online

Persönlich in der Praxis in München-Altbogenhausen oder online. Beide Formate funktionieren – vorausgesetzt, die räumliche und technische Umgebung ist ruhig und ungestört.

Lamontstraße 29, 81679 München-Altbogenhausen · Zoom oder Microsoft Teams

149 € pro Sitzung · 60 Minuten · Praxis München-Altbogenhausen oder online · Keine Pakete, keine Mindestlaufzeit.

Frequenz und Verlauf entscheiden wir nach jeder Sitzung gemeinsam.

Person

Thomas Grupp

Was im Paarcoaching besonders zählt, ist die Aufmerksamkeit für das, was zwischen zwei Menschen passiert: für Sprache, für ungesagte Annahmen, für den Moment, in dem ein Gespräch kippt. Aus dem Studium der Kommunikationswissenschaft und der systemischen Coaching-Arbeit ist eine Hörweise entstanden, die das wahrnimmt – ohne zu bewerten, wer dafür verantwortlich ist.

Mehr über mich →  ·  Arbeitsweise

Häufige Fragen

Was Paare häufig fragen

Wir sind unterschiedlich weit – kann ich zuerst alleine kommen?

Ja. Manchmal ist es realistischer, eine Beziehungssituation zuerst alleine zu sortieren, bevor das Gespräch zu zweit möglich ist. Wir können mit Einzelsitzungen beginnen und später gemeinsam weiterarbeiten – das ist kein Umweg, sondern oft der direktere Weg.

Ist Paarcoaching dasselbe wie Paartherapie?

Nein. Paartherapie ist ein klinisches Setting und behandelt psychische Erkrankungen in einer Paarkonstellation. Paarcoaching ist ein Gesprächsformat für gesunde Paare, die eine Dynamik klären oder einen Wendepunkt strukturiert besprechen wollen.

Was passiert, wenn wir zu unterschiedlichen Schlüssen kommen?

Das gehört dazu. Paarcoaching erzwingt keine bestimmte Entscheidung – weder das Zusammenbleiben noch das Trennen. Manchmal entsteht aus dem Prozess ein gemeinsamer Neuanfang, manchmal die Entscheidung, sich respektvoll zu trennen.

Wie viele Termine sind sinnvoll?

Manche Paare klären einen konkreten Knotenpunkt in drei bis vier Sitzungen, andere arbeiten über einige Monate. Es gibt keine Mindestlaufzeit und keine Pakete. Wir entscheiden nach jeder Sitzung, ob es weitergeht.

Ein erstes Gespräch

Allein, zu zweit oder zunächst nur eine Person – das klären wir gemeinsam.

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