Erfahrung, Ausbildung und Arbeitsweise
Über zwanzig Jahre in Führung, Unternehmertum und Geschäftsführung, ein akademischer Hintergrund in Kommunikation und eine systemische Ausbildung: Meine Arbeit beruht weniger auf einer Sammlung von Nachweisen als auf der gelebten Erfahrung, wie sich Verantwortung, Führung und Organisationen tatsächlich anfühlen.
Wer mit einem Coach arbeitet, will berechtigterweise wissen, worauf dessen Arbeit beruht. Bei mir ist das zuerst gelebte Praxis: über zwanzig Jahre in Führung, Unternehmertum und Geschäftsführung, bevor das Coaching dazukam. Diese Erfahrung steht hier vor den Abschlüssen – nicht, weil Ausbildung unwichtig wäre, sondern weil sie allein nicht erklärt, warum jemand die Realität von Verantwortung versteht.
Erfahrung mit Führung, Verantwortung und Organisationen
Vor meiner Tätigkeit als Coach habe ich über 20 Jahre in Medienunternehmen, Produktionsfirmen und Organisationen gearbeitet – als Führungskraft, Unternehmer, Executive Producer und Geschäftsführer. Dazu gehörten Führungsverantwortung für Teams, Budgetverantwortung, Veränderungsprozesse, strategische Entscheidungen und die Arbeit in komplexen Organisationsstrukturen.
Diese Erfahrungen prägen bis heute meinen Blick auf Führung, Zusammenarbeit, Verantwortung und organisationalen Wandel. Sie sind der Grund, warum ich die Lage von Menschen mit Verantwortung nicht nur theoretisch nachvollziehen kann, sondern aus eigener Anschauung kenne – die Einsamkeit von Entscheidungen ebenso wie den Druck, unter dem sie getroffen werden.
Warum fachliche Grundlagen trotzdem zählen
Coaching ist in Deutschland kein geschützter Begriff. Jeder darf sich so nennen – und genau deshalb ist es berechtigt zu fragen, worauf die Arbeit eines Coaches beruht. Erfahrung allein genügt nicht; sie braucht ein fachliches Fundament, das weiß, was es tut, wo die Grenzen liegen und wann ein Anliegen nicht ins Coaching gehört. Dieses Fundament beschreibe ich im Folgenden.
Fachlicher Hintergrund
Meine Arbeit beruht auf einer Verbindung aus akademischem Hintergrund und systemischer Ausbildung. Ich habe Rhetorik und Kommunikationswissenschaft (M.A.) an der Universität Tübingen studiert, mit Schwerpunkten auf Kommunikation, Gesprächsführung und Verständigung.
Systemische Ausbildung und Arbeitsweise
Den Kern meiner Arbeit bildet die systemische Perspektive. Ich bin zertifizierter IHK Systemischer Coach und Berater und habe meine Ausbildung am WiSPO Institut absolviert. Die systemische Arbeitsweise verbindet analytische Klarheit mit einem konsequenten Blick auf Beziehungen, Rollen, Wechselwirkungen und organisationalen Kontext. Wie diese Haltung konkret aussieht, beschreibe ich auf der Seite Systemisches Coaching und in meiner Haltung und Ansatz.
Abgrenzung zu Therapie, Beratung und Training
Zur Qualifikation gehört auch das Wissen um die eigenen Grenzen. Coaching ist keine Therapie: Es behandelt keine Erkrankungen. Es ist keine Beratung: Es liefert keine fertigen Lösungen von außen. Und es ist kein Training: Es vermittelt keine standardisierten Techniken nach Schema. Diese Abgrenzung ist kein formaler Hinweis, sondern Teil professioneller Arbeit – sie schützt die Menschen, mit denen ich arbeite, und hält klar, was Coaching leisten kann und was nicht.
Eine fachliche Einordnung: Wenn eine Belastung Krankheitswert erreicht, gehört sie in ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Systemisches Coaching unterstützt Menschen, die grundsätzlich handlungsfähig sind und ihre Situation besser verstehen, einordnen und gestalten möchten.
Fortbildung und Reflexion
Eine Ausbildung ist ein Anfang, kein Abschluss. Regelmäßige Intervision, Supervision und fachlicher Austausch gehören für mich selbstverständlich zur professionellen Praxis, in der die eigene Arbeit zum Gegenstand kritischer Betrachtung wird. Darüber hinaus habe ich am WiSPO Institut die Fortbildung „KI im Coaching und Beratung“ absolviert.
Was Qualifikation nicht ersetzt
Ausbildungen, Zertifikate und Abschlüsse schaffen eine wichtige Grundlage. Sie ersetzen jedoch weder Lebenserfahrung noch die Fähigkeit zuzuhören, Zusammenhänge zu erkennen und mit Menschen auf Augenhöhe zu arbeiten. Deshalb verstehe ich Qualifikation nicht als Sammlung von Nachweisen, sondern als Verbindung von fachlicher Kompetenz, kontinuierlicher Reflexion und praktischer Erfahrung.
Warum Haltung und Erfahrung zusammengehören
Qualifikation, Haltung und Erfahrung sind keine getrennten Dinge. Die Ausbildung gibt das Handwerk, die Haltung gibt die Richtung, die Erfahrung gibt das Gespür dafür, wann welches der beiden zu greifen hat. Erst zusammen ergeben sie eine Arbeit, die trägt. Wer mehr über den Menschen hinter der Arbeit erfahren möchte, findet das auf der Seite Über mich; offene Fragen zum Ablauf beantwortet die Seite Häufige Fragen.
Was Menschen dazu oft fragen
Ist Coaching ein geschützter Beruf?
Nein. Der Begriff Coaching ist in Deutschland nicht geschützt – jeder darf sich so nennen. Genau deshalb ist es berechtigt, nach der fachlichen Grundlage zu fragen. Eine fundierte Ausbildung garantiert keine gute Zusammenarbeit, aber sie ist die Voraussetzung dafür, dass jemand die Grenzen seiner Arbeit kennt.
Garantiert eine gute Ausbildung ein gutes Coaching?
Nein. Ausbildung ist die Grundlage, nicht die Garantie. Was im Gespräch trägt – genaues Zuhören, das Erkennen des Wesentlichen, ein Raum für klares Denken – lässt sich nicht zertifizieren. Es entsteht aus dem Zusammenspiel von Qualifikation, Haltung und Erfahrung.
Woran erkenne ich einen seriösen Coach?
Unter anderem daran, dass er die Grenzen seiner Arbeit klar benennt – etwa die Abgrenzung zu Therapie –, dass er keine Heilsversprechen macht und dass er die eigene Praxis regelmäßig reflektiert. Seriösität zeigt sich oft mehr in dem, was jemand nicht verspricht, als in dem, was er verspricht.
Vertrauen entsteht im Gespräch, nicht im Zertifikat
Ob meine Arbeitsweise zu deiner Situation passt, lässt sich am besten in einem ruhigen Erstgespräch klären. Mehr zur Haltung dahinter findest du auf der Seite Haltung und Ansatz.
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